Wegen klimatischer und politischer Entwicklungen wird das „Regenerative“ endlich wieder populärer. Heute ist es wichtiger denn je.
Wegen klimatischer und politischer Entwicklungen wird das „Regenerative“ endlich wieder populärer. Heute ist es wichtiger denn je. Im LindenGut arbeiten wir jedoch schon seit vielen Jahren mit regenerativen Methoden der Land- und Weidewirtschaft. Hierbei geht es nicht nur darum, qualitativ hochwertige, nährstoffreiche Lebensmittel zu produzieren. Noch wichtiger ist bei der dynamischen und ganzheitlichen Lösung, dass sie zu leistungsfähigen landwirtschaftlichen Betrieben, zu prosperierenden Gemeinden und vitalen Wirtschaftsräumen führt. Wir möchten Teil der Lösung für eine zukunftsfähige Landwirtschaft sein und auch als Ansprechpartner für andere Landwirte dienen.
Spezielle Verfahren werden bei Anbau, Viehzucht und Flächennutzung eingesetzt. Konkret sind es die Wiederherstellung des lebend verbauten Kohlenstoffes durch Humusauf bau sowie die Wiederherstellung der mikrobiellen Prozesse im Boden durch die Förderung der Interaktion des Pflanzen-Bodenlebens. Diese Art der Landwirtschaft lässt den Boden und die Umwelt gesunden, verbessert den Wasserkreislauf substantiell und schafft gesunde, natürliche Ökosysteme.
Auf Basis einer Analyse des Bodens untersucht man z. B. das Wasserspeichervermögen oder den Humusgehalt. Daraufhin wird bei der natürlichen Düngung auf das spezielle Verhältnis von Mikro- und Makronährstoffen geachtet. Wichtig sind hierbei:
„Die regenerative Landwirtschaft ist potenziell einer der wirksamsten Hebel, um Treibhausgase in der Atmosphäre und in den Meeren zu reduzieren und somit den Klimawandel zu bekämpfen.“ – Verein für regenerative Landwirtschaft e.V.
Wir arbeiten zwar schon seit vielen Jahren mit biologisch-dynamischen Feldpräparaten, möchten das Thema der regenerativen Landwirtschaft aber noch weiter einbinden, um die Humusbildung im Boden anzuregen. Komposttee ist ein flüssiges Extrakt aus gefiltert und vermehrten Kleinstlebewesen aus Kompost. Wir züchten winzige Lebewesen und bringen sie auf dem Acker aus, um den Boden zu aktivieren. Die Mikroorganismen bzw. Nährsubstanzen bestehen z. B. aus Rübenmelasse, Zuckerrohr, Gesteinsmehl und Huminstoffen. Das sind Katalysatoren, welche die Mikroorganismen im Boden und auf der Pflanze fördern. So wird unser Boden langfristig stabilisiert und die Pflanzen wachsen gesünder.
Der Komposttee wirkt auf bodenbürtige Krankheitserreger ein. Weiters löst er die Resistenzen in den Pflanzen gegenüber Schaderregern aus. Durch diese „induzierte Resistenz“ schützen Kompost und Kompostextrakte Gerstenpflanzen beispielsweise vor Echtem Mehltau. Außerdem besteht ein deutlicher Zusammenhang zwischen der mikrobiellen Aktivität in der Oberfläche der Pflanzen und der Unterdrückung von Krankheiten. Durch die Gabe von Kompostextrakten lässt sich diese mikrobielle Aktivität erhöhen.
Mehr zum Thema finden Sie in der Literaturstudie des Forschungsinstituts für Biologischen Landbau (FiBL) von 2004: „Auswirkungen von Komposten und von Gärgut auf die Umwelt, die Bodenfruchtbarkeit, sowie die Pflanzengesundheit“.
Den Komposttee setzen wir selbst in einer speziellen Maschine an. Dort wird Wasser mit Sauerstoff aktiviert, welcher über Schläuche und Verwirbelung entsteht. Eine spezielle Humusmischung wird zugesetzt, ausserdem noch Steinsalz, Melasse, Malzkeime und Steinmehl. Bei einer Temperatur von 27 Grad Celsius vermehren sich die Mikroorganismen schnell. Nach 12 bis 24 Stunden ist das Tee-Konzentrat fertig. Dann wird es gefiltert, verdünnt und kann ausgebracht werden.
Der Agro Forst als nachhaltige Nutzungsform bezeichnet Landnutzungssysteme, bei denen Gehölze wie Bäume oder Sträucher mit Ackerkulturen und/oder Tierhaltung auf einer Fläche kombiniert werden. Hierdurch entstehen zwischen den verschiedenen Komponenten ökologische und ökonomische Vorteilswirkungen. Die bewusst genutzten Wechselwirkungen zwischen Gehölz- und Ackerkulturen machen alle Formen der Agroforstwirtschaft aus.
Wir haben uns für ein spezielles Agroforst-System – den „dynamischen Agroforst“ – entschieden. Zu den oben erwähnten Effekten kommt dabei die Idee hinzu, eine möglichst große Vielfalt an Pflanzen auf engem Raum zu pflanzen, die sich im Wachstum gegenseitig unterstützen. Bäume, Sträucher, Stauden und kurzlebige Pflanzen haben so unterschiedliche Anforderungen und „Fähigkeiten“, dass zwischen diesen Kategorien nicht unbedingt Konkurrenz herrscht. Zudem können wir hier in Zukunft einiges an Beeren-, Kern- und Wildobst ernten. Möglich ist uns das in dieser Form nur, weil wir über den Verein Naturefund e.V. beraten und auch gefördert werden.